Sonntag, 16. Juni 2013

Barcelona Städtetrip

Anfangs Frühling waren ich und meine Freundin für fünf Tage in Barcelona auf einem Städtetrip. Es war echt genial, auch wenn ich kein Fan von alten Häusern, Gebäuden und Kirchen bin. Echt empfehlenswert für Jedermann!

Ausblick vom Parc Güell über Barcelona
Gebucht habe ich den Kurztrip eigentlich nur, weil es ein hammer Angebot von TUI war. Dank dem Valentins-Special konnte meine Freundin nämlich gratis mit. So habe ich CHF 448.- für beide Personen inklusive Flug und vier Nächte in einem wirklich guten 4-Sterne Hotel bezahlt. Klingt fast unmöglich - ist es aber nicht! Ja, ich wäre wahrscheinlich auch nicht einfach auf die Idee gekommen kurz für ein paar Tage nach Barcelona zu reisen, schliesslich kann ich ja nicht mal ein Wort Spanisch und so hatte ich doch etwas Bedenken. Aber zu meinem Erstaunen kamen wir mit Englisch wunderbar durch und hatten nirgends Verständigungsprobleme.




Sehenswürdigkeiten:

- Sagrada Familia (naja...)
- La Rambla
- Arc de Triomf
- Parc Güell
- Port Olympic
- Barceloneta

Nach dem etwas stieren, aber kurzem Flug mit der Vueling Airline kamen wir dann schliesslich in Barcelona an und durften satte 2.5 Stunden aufs Gepäck meiner Freundin warten, da Iberia, die Muttergesellschaft von Vueling streikte und das Gepäck nicht rausrücken wollte. Und weil wir ja so intelligent waren und kein Euro-Münz dabei hatten, hätten wir beinahe den Löffel abgegeben, da wir schon so ausgetrocknet waren und am Getränkeautomaten nicht mal ein Wasser rauslassen konnten. Im Flugzeug gab es ja auch nicht mal was, um den Mund zu befeuchten. Ist zwar heutzutage eigentlich selbstverständlich, aber bei der Vueling wohl nicht. Die Spanier sind wohl etwas knauserig. Aber was solls, wir habens trotzdem überlebt - zum Glück!

Mit der U-Bahn gings dann weiter in Richtung Hotel, und da ich vergessen hatte die Adresse des Hotels aufzuschreiben, durften wir rund um die U-Bahnstation kreisen, bis wir es endlich gefunden haben. War allerdings keine grosse Sache - für die eigentlichen 5 Minuten Weg hatten wir so eine gute halbe Stunde. Beim nächsten Mal werde ich es hoffentlich nicht wieder vergessen. Nach dem Einchecken gings dann endlich ab in die Stadt - also in den Stadtkern, in der Stadt waren wir ja schon.

Mit der U-Bahn geht das alles ganz flott, wir waren allerdings auch nur zwei oder drei Stationen entfernt, aber täuscht euch nicht. Im gegensatz zu anderen Städten sind die U-Bahnstationen etwas weit auseinander. Und ja, es haltet fit, denn es gibt nicht ganz so viele Rolltreppen und so bekommt man nach ein paar Tagen doch ein bisschen Muskelkater in den Beinen. Zumindest wenn man das Abo ausschöpft ;).

Der Stadtkern ist für mich ein bisschen verwirrend, ist ein bisschen amerikanisch aufgebaut, d.h. mehr oder weniger alle Strassen sind gittermässig angeordnet und irgendwie sehen die Häuser alle gleich aus und sind alle gut 4-stöckig. Keine Ahnung, ist wohl irgendsowas wie Barock-Stil oder wie man dem auch immer sagt. Ja eben ALT, aber es verleiht der Stadt ihren Charme. Und im gegensatz zu den Amerikanern kann man sich an den Strassennamen nur schwer orientieren. Heisst alles irgendwie ähnlich. Aber mit Hilfe vom Sonnenstand weiss man wenigstens in welche Richtung man laufen muss.

La Rambla

In der City kann ich eigentlich vorallem die "La Rambla" Strasse und das rund herum wärmstens empfehlen, das ist eigentlich die Hauptader der Stadt. Shopping, shopping, shopping! Und wenn man irgendwo um die Ecke geht sind da auch einige süssen Restaurants und so weiter. Ach und für die "Märt"-Fans gibts da auch was. Eine grosse gedeckte Markthalle mit tonnenweise Esswaren, Schinken, Fisch, Früchte und so weiter. Und ganz unten an der La Rambla ist der Kreuzfahrtschiffs-Hafen. Klingt zwar ein bisschen öde, aber da unten gibt es eine Art Riiiiesen-Floss mit einem Einkaufszentrum drauf. Und natürlich auch noch einige Restaurants.

Hof in der nähe vom La Rambla

 Arc de Triomf

Am zweiten Tag waren sind wir dann erst mal zum Arc de Triomf, unser Hotel war ja gleich da in der Nähe. Ja, was soll ich sagen, ist eigentlich das selbe, wie in Paris (heisst ja sogar noch gleich), aber es gibt einen wunderschöner Park etwas weiter unten, der dazugehört. Echt schön und idyllisch!


Triumpfbogen Barcelona

Parc Güell


Nach dem Triumphbogen gings dann ab in Richtung Parc Güell, dahin müsst ihr einfach mal! So eine schöne Aussicht über die Stadt gibts nicht mal aus dem Flugzeug. Aber auch wenn er sch... gross ist, ist es nicht allzuleicht ihn zu finden. Wir sind mit der U-Bahn bis zur nähesten Station gefahren und dann gut ein-einhalb Stunde umhergeirrt. Und weils so schön ist, geht natürlich alles bergauf! Landkarte wäre sicher keine schlechte Idee gewesen, aber eben, aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Mitten durchs Wohnquartier zwischen zwei nicht wirklich schönen Blöcken gabs da so eine verwucherte Treppe. Sollen wir jetzt wirklich da rauf? Ach komm, ein Versuch ists Wert und plötzlich waren wir auf dem Car-Parkplatz vom Parc Güell angekommen und ein Eingang ist in Sicht. Ja, wie schon gesagt, hier hat man eine wirklich herrliche Aussicht über die ganze Stadt und der Park ist mega schön gemacht. Und am eigentlichen Eingang sind die Häuser von Antoni Gaudí, das sind sehr speziell designte Häuser, die man einfach gesehen haben muss.

Haus von Antoni Gaudi im Parc Güell

Port Olympic

Am dritten Tag gings dann in Richtung Neu-Stadt, habe ich zumindest gedacht. War allerdings nicht ganz so. Eine "Neu-Stadt" gibts in Barcelona nicht. Aber wo waren wir dann hier? Port Olympic. Was ist das? Da ist unter anderem ein Casino, Strand, der Yachthafen und diverse Restaurants und Cafes. Die beiden grossen, ach eher riesigen Gebäude konnte man vom Parc Güell nicht übersehen. Und auch hier, die U-Bahnstationen sind immer soweit weg, dass man denkt, man sei am falschen Ort gelandet. Aber lasst euch von eurem Instinkt nicht trügen. Wenn man denkt, man sei völlig falsch, dann ist man eigentlich immer sehr nah dran.


Sagrada Familia

Ähm ja, was gibts noch? Ach ja, das darf man ja nicht vergessen: Sagrada Familia, DAS Wahrzeichen von Barcelona! Ich weiss nicht, also von mir aus kann man das gerne auslassen. Aber wenn man auf alte Kirchen steht vielleicht nicht. Also: Sagrada Familia ist ja bis heute noch nicht fertig geworden. Und eine Baustelle kann man ja eigentlich auch zuhause anschauen. Aber die, die es interessiert, ich halte euch von einem Besuch nicht ab. Man könnte auch rein, aber das war mir das Geld nicht wert. Ok, es sind viele Skulpturen in den Sandstein gehauen über die ganze Fassade, aber ja... Nichts für mich! Aber der Teich nebenan ist süss :).


Barceloneta

Barceloneta ist das Strandhotel-Viertel, wenn man so sagen will. Viele Restaurants vor den Hotels ect. Wie schon erwähnt waren wir ja anfangs Frühling da. Und vielleicht weil es ausser der Saison war, war alles nicht besonders anmächelig. Zum essen luden mich die Restaurants nicht wirklich ein. Aber am Strand unten gibt es 5-6 Restaurants, die ziemlich gut aussahen. Die Preise waren auch dementsprechend. Und wenn ihr dort essen geht, dann vergleicht eure Speisekarten!! Ich und meine Freundin hatten lustigerweise zwei unterschiedliche Menukarten. Und das beste daran: Ich hatte die, in der ich nichts fand, was ich gerne esse und umgekehrt. So bestellten wir beide zwar etwas, doch wir würden das sicher nicht ein zweites Mal bestellen.

Öööööm ja, viel mehr gab es für uns nicht zu besichtigen, also ja, wir waren natürlich dauernd auf Entdeckungstour, aber da war nichts spezielles mehr, ausser vielleicht dem farbigen Dildo. Aber der sieht einfach nur cool aus...


Montag, 14. Januar 2013

Wellnessferien in Schruns (A)

Mitte Jahr, okey, mitte letztes Jahr gewann meine Freundin Julia einen Gutschein für das 4-Stern Hotel Löwen in Schruns (Österreich) für 4 Übernachtungen mit "Geniesser- Verwöhnpension" für zwei Personen. Nach einigen Abklärungen hat sie nach dem grossen Ansturm über Weihnachten-Neujahr noch ein Zimmer buchen können und zu meiner Überraschung durfte ich mit ins schöne Montafon. :)

Nach der kurzen Anfahrt (ja die ist wirklich kurz, da Schruns gleich hinter der Schweizer Grenze liegt) kamen wir im Löwen Hotel an und dachten beim hineinlaufen erst mal "Uiiiii, was für ein Ömi-Hotel!" und checkten ein. Sogar das Auto wollten sie uns abnehmen und damit in die Tiefgarage fahren und von da aus das Gepäck gleich ins Zimmer bringen - aber nein, mit meinem Auto darf nicht jeder fahren! Besser erst mal mit dem "Willkommens-Cüpli", das vom Löwen gesponsert wird, auf eine wunderschöne Woche anstossen - "Prost!".
Cüpli leer und schon wird man durch das ganze Hotel geführt und schliesslich doch noch aufs Zimmer gebracht. Noch kurz das Auto in die Garage fahren und das Gepäck ins Zimmer und schon kanns losgehen.

So, jetzt mal durch das kleine Dörfchen watscheln. Wirklich süss, aber nach wenigen Minuten sind wir leider schon durch und montags ist komischerweise nicht viel offen, warum auch immer...

Na dann wieder ins Hotel und den Spa-Bereich unsicher machen. Laut dem Prospekt zieht sich der Wellnessbereich über 3'000qm und auf einem anderen steht 1'000qm. Was jetzt wirklich stimmt, weiss ich auch nicht so genau, aber es ist auf alle Fälle sehr schön und grosszügig, wenn auch etwas Oma-like. Das interne Schwimmbecken gleicht eher einem gefluteten Esssaal mit Kronleuchtern an der Decke und Bildern an der Wand, aber das passt eigentlich sehr gut ins Gesamtbild des Hotels. Diverse Saunas fehlen natürlich auch nicht. Sogar eine Beauty-Abteilung ist vorhanden, aber das ist wohl weniger was für mich. Da lass ich mal lieber die Damen ran, die sich die Backen hinter die Ohren ziehen lassen wollen.

Punkt 16:00 Uhr ist dann der grosse Ansturm im gemütlichen Kaffeeraum, oder wie man dem auch immer sagen mag, denn es gibt nun gratis Kaffee und Kuchen. Ja das ist wohl überall so, sobald es was gratis gibt, stürzen sich alle wie ein Rudel Wölfe drauf los.

So, wir gehen nochmals kurz baden und machen uns schliesslich parat für das Abendmahl. Klingt geschwollen? Ist es auch! "Znacht" währe wohl ein weniger zutreffendes Wort.
Runter in den Speisesaal und schon wird man zum Tisch gebracht und die Menukarten aufgetischt. Es gibt jeden Tag zwei verschiedene Menus, ein "normales" und ein Vitalmenu. Aber keine Sorge, es versteht wohl keiner, was jetzt auf dieser Karte steht. Es ist so ähnlich wie in den Gesetzestexten, Ellen lang wird jeder der sechs Gänge umschrieben und keiner versteht's. Mal drauflos raten, was es wohl sein könnte und doch landet immer was anderes auf dem Tisch, als man erwartet. Die Portionen sind immer so auf dem Teller verstreut, das es wenigstens nach einer kleinen Kinderportion aussehen mag und man weiss nie so genau, was jetzt Dekoration ist und was zum Essen wäre. Wenigstens darf man den dritten Gang, ja das ist erst der Salat, am Buffet selber holen und den Teller auch füllen. Damit man nicht gleich verhungert kann man den Teller danach gleich nochmals füllen, bevor es dann mit den "Mikro-Portionen" weitergeht.

So, ich mag jetzt nicht mehr weiter schreiben. Vielleicht gibt es ja bald noch eine Fortsetzung davon, also bleib dran!

Dienstag, 18. September 2012

Der Ausflug auf St. Thomas

Ferien USA, Kreuzfahrt Karibik - so weit so gut! Es ist Morgen früh und unser Kreuzfahrtschiff hat bereits im Hafen von St. Thomas angelegt. Strahlend blauer Himmel, wunderschöne Rundsicht vom Schiff, viele kleine Segelschiffe, die vor Land ankern und Geburtstag hab ich auch noch - besser könnte der Tag also nicht starten.

Da gehen wir doch mal an Land und kundschaften die Insel etwas aus. Runter vom Schiff, durch die vielen Touris durchquetschen, Taxi organisieren und ab in die Hauptstadt. In der Hauptstadt beziehungsweise im Hauptstädtchen angekommen mal etwas rumlaufen, aber mehr als um die 200 Schmuckläden können wir leider nicht finden, wirklich alles NUR Schmuckläden. Auf der Suche nach einem gemütlichen Restaurant, wo wir uns etwas von der brennenden Sonne erholen könnten, verzweifeln wir allerdings schon fast. Mittlerweile sind wir ausserhalb der Stadt und konnten noch nichts finden. Also Taxi anhalten und den Chauffeur fragen. Dieser lotst uns allerdings wieder zurück in die Stadt. Eine halbe Stunde später sind wir fündig geworden und gönnen uns nun mal was etwas Schatten und Iced Tea.
Gestärkt können wir uns nun überlegen, was wir nun tun wollen. Suchen wir doch mal einen Strand, wie man sich die Karibik vorstellt - Strandbars, Palmen, türkis-blaues Meer und so weiter. Auf und einen Taxifahrer fragen. Dieser erklärt uns dann, er könne uns an genau eine solche Beach fahren, die zudem noch nahe am Hafen liegt und wir sogar zurück zum Schiff laufen könnten. Und das beste - wenn es uns nicht gefällt, gehts gratis an die nächste Beach, nächste Beach, nächste Beach, bis uns eine zusagt - Cool!

Im Taxi, nun schon eine Weile unterwegs, biegt der Fahrer dann plötzlich ab in ein Best Western Resort. Fragend schauen wir uns da natürlich gegenseitig an, man bringt doch keine Kreuzfahrt-Touris an einen privaten Hotelstrand??  Aber OK, schauen wir uns den Strand mal an, vielleicht ist es einfach die beste Zufahrt mit dem Auto. Als wir dann aussteigen um mal zu schauen, sagt unser Taxifahrer nur: "Wait, wait, first you have to pay!" Also zahlen wir rasch den Taxifahrer - und schon ist er weg.

Zwischen den Hotelgebäuden gehts runter zum Strand und wie erwartet - privater Hotelstrand mit Hotelbar und Hotelrestaurant. Alle haben die gleichen Badetücher, wahrscheinlich die vom Hotel und nebenan das nächste Hotel. Na, egal - erst mal ab ins kühle Nass!

Da wir uns allerdings nicht ganz wohl fühlen am Hotelstrand wollen wir noch etwas anderes sehen und diskutieren wieder mit einem Taxifahrer. Dieser sagt uns, wir sollen unbedingt zum wunderschönen Aussichtspunkt hinauf, wo auch Restaurants sind und man sich gemütlich entspannen kann und das Leben vergisst. Es sei einer der 10 schönsten aussichtspunkte der Welt. Nach kurzem überlegen gehen wir dann mit dem Taxi die vielen kurven zum Aussichtspunkt hinauf. Oben angekommen fragt unser Fahrer, ob er auf uns warten soll. Da wir allerdings etwas entspannen wollen in den gemütlichen Restaurants, sagen wir ihm ab.

Durch den Torbogen, Treppen runter und was finden wir vor? Einfach ein riesiger Souveniershop. Kurz durchlaufen. Im Souveniershop ist eine grosse Theke angeschrieben mit Daiquiri-Bar (das ist wohl das beschriebene "Restaurant" des Taxifahrers) und hinten eine kleine Terrasse mit wunderschönem Ausblick. Aber man kann sich weder irgendwo hinsetzten noch gemütlich irgendwo etwas trinken. Naja, wenigstens noch ein, zwei Fotos schiessen und wieder raus.
Na, dann gehen wir doch noch zum von Touris viel besuchten Megans Bay, die längste und schönste Beach der Insel. Aber wie??? Die Taxis, die hier oben halten sind alle voll besetzt, laden ihre Leute ab, warten 15min und laden sie wieder auf. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit den weiten Weg zu machen. Nach langen Diskussionen mit den Taxifahrern und etliche Touristen später, können wir doch noch mit einem Taxi runter, nicht zur Megans Bay, aber Hauptsache weg. Das Taxi ist mit ein paar Brasilianern besetzt und wir haben noch ein Plätzchen frei. Also machen wir einfach mit, bei der Rundfahrt, die diese Brasilianer wünschen und fahren mehr als eine Stunde über die Insel und halten bei ein, zwei Aussichtspunkten an, um Fotos zu schiessen. Der Taxifahrer spricht immer wieder davon, dass sie noch zu einem wunderschönen Strand fahren, wo wir dann natürlich auch noch Baden können. Na, cool!
Ein bisschen aus dem Fenster schauen und plötzlich sehen wir wieder das Best Western Resort, das Taxi wird langsamer und biegt ab - NEIN! Bitte nicht!

Tja, nach ein Mal um die Insel fahren, sind wir wieder hier, am Hotel-Strand, an dem wir uns nicht wohlgefühlt haben. Die blauen Strandtücher mal genauer anschauen und die - man kanns fast nicht glauben - sind alle vom Kreuzfahrtschiff!