Samstag, 4. April 2015

Zweiwöchiger Sprachaufenthalt in Dublin

Zwei Wochen Sprachaufenthalt in Dublin und das über den St. Patrick's Day... Verflucht, war das kurz! However - Dublin, die Hauptstadt von Irland, überzeugt mit seinem eigenen Charme, seinen ebenfalls charmanten, hilfsbereiten und äusserst netten Einwohner. Aber Eins nach dem Anderen.


Ha'Penny Bridge, Dublin
Beginnen wir mal von vorne. Nach dem äusserst kurzen SWISS-Flug angekommen am Dublin Airport, war mein Abholdienst, der organisierte Transfer vom Flughafen zur Gastfamilie, wie könnte man es auch anders erwarten, nicht vor Ort. Aber immer schön mit Gemütlichkeit, also erst mal raus, um eine zu rauchen, dann wieder rein um erneut die Arrival-Halle zu durchforsten. Zu meiner Überraschung tauchte bereits einige Minuten später jemand mit einem Schild auf, auf dem mein Name zu lesen war. Aber nicht nur meiner, sondern noch ein weiterer. Ganz nebenbei sass diese 19-Jährige, auf die wir dann noch ein wenig warten durften, auch im selben Flugzeug. Und ehrlich gesagt habe ich keinen blassen Schimmer, was die wohl so lange getrieben hat, da ich es schon äusserst gemütlich genommen habe. Ist ja auch völlig egal. Wir haben sie noch gefunden und wurden dann zu unseren Gastfamilien chauffiert. So weit, so gut.

Dort angekommen, lernte ich mal kurz die Gastmutter, eine um die 70 Jahre alte Dame, kennen. Sie erzählte mir dann gleich, dass ihre Tochter mit rund 45 Jahren noch hier wohnt und dass zwei andere Studenten im Haus sind und gleich in die City wollen. Na klar, da bin ich doch dabei. Wäre allerdings schön, wenn ich erst mal noch mein Zimmer sehen, den Koffer rasch verstauen und, was auf keinen Fall vergessen werden darf, erst mal in Ruhe einen Kaffee trinken könnte.

Mein Zimmer, wenn man das überhaupt als Zimmer bezeichnen darf, war eher eine begehbare Schuhschachtel. Nein, Spass bei Seite... Es war sehr klein, ja, aber es hatte Platz für ein 90er-Bett und einen Schrank. That's it. Aber für die zwei Wochen reichte das allemal. Und so gut wie alle Häuser in der Gegend sind natürlich ebenfalls nicht mit übergrossen Zimmern ausgestattet, wie in der Schweiz heute so üblich. Kurz gesagt zum ganzen Haus, klein, gemütlich, sauber und aufgeräumt - tiptop!

Ab in die Stadt mit meinen zwei Mitbewohnerinnen, die ebenfalls beide am selben Wochenende angekommen sind. Soviel, wie an diesem Sonntag Nachmittag, habe ich wohl an keinem anderen Tag mehr getan. Erst mal exaktes Münz für den Bus auftreiben, ohne Verkehr ca. 20 Minuten fahren, die Schule suchen, durch die Graffton Street (eine der beiden Shoppingstrassen), in den Park namens St. Stephen's Green, wieder zurück laufen und das ganze Temple Bar District ablaufen, ein Bier heben und schon war der Nachmittag vorüber. Zurück fürs Abendessen und danach in ein nahe gelegenes Pub und schon war der erste Tag vorbei.

Erster Schultag - Klingt ganz schön schräg, da ich schon einige Zeit keine Schule mehr besucht habe - Ähm ja, wie auch immer, Bus genommen, im Stau gestanden und nach einer Dreiviertelstunde gerade noch pünktlich fürs Einschreiben an der CES (Centre of English Studies) und den Einstufungstest in eben dieser Schule angekommen. Kleiner Tipp nebenbei für den Test, fülle den ganzen aus, nicht wie ich. Habe es geschafft, dass ich den Aufsatz nicht schreiben musste und wurde dafür dann gut eine Stufe tiefer eingestuft. Das kann ja nur mir passieren. Nach dem Test wurden wir dann in Klassen eingeteilt, auf die insgesamt vier Gebäude verteilt und hatten noch eine kurze Besichtigung unseres Gebäudes.
Meine erste Klasse war echt cool, es waren alle, inklusive die beiden Lehrer, aufgestellt und immer für einen Scherz zu haben. Und falls es dich interessiert, ich war der einzige Schweizer in meiner Klasse. Insgesamt hatte es an der ganzen Schule vor allem Brasilianer, Asiaten, Araber, Franzosen und erst an fünfter Stelle Schweizer. Viel Schweizerdeutsch wird deshalb logischerweise nicht gesprochen.

Die Aktivitäten der CES sind ganz in Ordnung, täglich werden zwei bis drei angeboten, die relativ breit gefächert sind. Jeweils montags wird beispielsweise eine Stadtbesichtigung und abends eine Pub Tour angeboten, echt cool, da lernt man wieder neue Studenten kennen, sitzt gemütlich zusammen, quatscht und, klar, trinkt. Am zweiten Schultag, eine Woche vor St. Patrick's Day, war am Abend eine St. Patrick's Day Party angesagt und schon war mein zweiter Kater vorprogrammiert. Aber es gibt natürlich auch sehr viele Aktivitäten ohne dass Alkohol im Spiel ist.

In der ersten Woche haben ich so gut wie kein Englisch gelernt. Grund dafür ist zum Einen natürlich die zu tiefe Einstufung, meine Klassenkameraden sprachen für meine Verhältnisse echt schlecht Englisch, wurden scheinbar allerdings auf das ganze Grammatik-Zeug abgerichtet, was ich wiederum nicht beherrsche. Heisst also, sie konnten die Grammatik, aber nicht sprechen. Bei mir ist es andersrum. Der zweite Grund ist, dass das Lerntempo echt langsam war.

In der zweiten Woche wurde ich dann endlich um eine Stufe nach oben versetzt, hatte für die letzten vier Tage, St. Patrick's Day kam ja noch dazwischen, eine neue, komische, ruhige Klasse, einen etwas speziellen Lehrer, aber lernte dafür wenigstens noch ein bisschen Was. Aber ganz ehrlich gesagt verstehe ich das ganze Unterrichtssystem nicht wirklich. Es wird so viel Wert auf die Grammatik, auf die verfluchten 200 verschiedenen Zeiten, wann man welche braucht und so weiter, aber nicht aufs Reden und aufs Verstehen, was für mich definitiv die zwei wichtigsten Dinge sind. Und weshalb, WESHALB? Habe echt keine Ahnung. Ach und noch was, die dürften ruhig für Asiaten, eigene Klassen zusammenstellen für das Fach "Pronounciation", denn die sind wirklich nicht auf dem gleichen Niveau wie wir Schweizer. Sorry, aber ich verstehe die einfach nicht mit ihrer abgehackten Aussprache, bei der immer alles gleich klingt. Und dann darf man, auch wenn man gegebener Weise flüssig spricht, flüssig Sprechen lernen.

Alles in Allem war es eine echt geniale Zeit. Habe einige coole Leute kennen gelernt mit denen ich immer Was unternommen habe, viel Zeit in Pubs verbracht, aber natürlich nuuuur um Englisch zu lernen *räusper*. Aber ja, zwei Wochen sind viel zu kurz um eine Sprache zu lernen. Allerdings könnte ich persönlich nicht viel länger als zwei Wochen in Dublin bleiben. Nicht, weil mir die Stadt nicht gefällt, nein, ich bin einfach kein Stadtmensch und habe keine Ahnung, was man die ganze Zeit in einer Stadt unternehmen soll, besonders wenn es so kalt und regnerisch ist wie anfangs März, mal abgesehen vom Trinken. Und da wären wir beim zweiten Grund. Denn wenn ich länger in Dublin geblieben wäre, dann wäre ich wohl zum Alkoholiker geworden, ohne Scheiss jetzt. Es gab nicht viele Tage, an denen ich ohne Kater aufgestanden bin.

Wenn du mehr über alles rund um diesen Sprachaufenthalt wissen willst, hier:
- Buchung
Weitere Themen folgen noch...

Donnerstag, 12. Februar 2015

Sprachaufenthalt buchen: Wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Vor einiger Zeit wurde mir per Post die tolle Nachricht überbracht, dass ich einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt inklusive Flug und Unterkunft gewonnen habe. Diesen bei Boa Lingua zu buchen, war allerdings schon ein kleines Abenteuer...

Einfach genial, dachte ich, als ich den zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Wheatley (nähe Oxford, UK) bei einem Wettbewerb in Form eines Boa Lingua Gutscheins gewonnen habe. Geniale Sache, Englisch lernen wird meinen grauen Hirnzellen wohl kaum schaden und das ganze gratis - noch besser! Wird bestimmt cool.

Zur Buchung, da das ein physischer Gutschein ist und bei einer Online-Buchung nicht einlösbar, fuhr ich in die nächste Boa Lingua Filiale nach Zug, die rund eine drei viertel Stunde entfernt ist, ganz nach dem Motto "Auf ins Reisebüro, buchen und fertig!". Dort angekommen durfte ich allerdings feststellen, dass diese Filiale nicht im geringsten etwas mit einem Reisebüro am Hut hat. Das "Reise-" vor dem "Büro" kann man weglassen, denn es ist schlichtweg ein Büro und nichts anderes. Wie auch immer - nachdem ich geklingelt habe und hinein gebeten wurde, legte ich den Gutschein auf den Tisch und teilte der Angestellten mit, dass ich diesen Sprachaufenthalt nun gerne buchen würde. Da über die Destination bis hin zur Unterkunft alles fix ist, kann ich schliesslich auch nur über das Datum entscheiden, ganz einfach also, nicht? Man würde denken...

"Zur Zeit haben wir keinen Termin frei...", entgegnete mir das nette Fräulein auf der anderen Seite der Theke und das, obwohl kein einziger Kunde weit und breit war. Na gut, dann werde ich wohl nicht mehr heute buchen können. "Wann habt ihr denn einen Termin für mich frei?" Darauf hin sie: "Nächste Woche.". Ok, ok, ok... dann vereinbaren wir nächste Woche einen Termin. Und da mir eine wärmere Destination ehrlich gesagt lieber wäre, konnte ich mir die Frage nicht verkneifen, ob sich denn an der Zieldestination eventuell etwas ändern liesse. "Wir klären das ab, das sollte möglich sein, je nach Deckungswert des Gutscheins." Genial, dann leg ich noch was drauf und dann gehts vielleicht nach Hawaii, Südafrika, oder wohin auch immer.

Das zweite Mal in Zug angekommen, diesmal MIT Termin und natürlich gut vorbereitet, wurden mir meine langen Vorbereitungen gleich zunichte gemacht. Die langen Nachforschungen, wohin ich denn in den Sprachaufenthalt gehen könnte und was ich ungefähr drauflegen müsste, waren also für die Katze. Denn gleich zu Beginn wurde mir gesagt, ich könne zwar die Destination wechseln, allerdings müsse es eine CES Schule sein und bloss auf den britischen Inseln. Hmmmm... schön doof. Aber was solls? "Ok, welche Optionen stehen mir frei?" "Nicht so viele." entgegnete sie mir. Nachdem mir die wenigen spannenden Ortschaften auf der Boa Lingua Webseite aufgezeigt wurde, nahm ich natürlich die bestmögliche Option: Dublin. Klingt doch wirklich cool. Das Datum noch festlegen, ist für mich ganz einfach, ganz spontan. Na, dann gehe ich doch von dann bis dann. Soweit so gut, die ersten fünf Minuten des Termins sind nun um.

Die restliche halbe Stunde wurde aber echt schief. Ich fühlte mich wie im falschen Film. Vielleicht ist sich auch einfach niemand daran gewöhnt, dass eine eigenständige Person, die gut auch alleine in die ach so grosse, weite Welt gehen kann ohne einen Heimwehdrink zu schlürfen und auch schon lange nicht mehr im Hotel Mama wohnt, buchen kommt. Auf jeden Fall wurde ich ungefähr so behandelt, wie ein kleines, scheues, 16-jähriges Mädchen, nein, eher wie ein dreijähriges Mädchen, das zum ersten Mal alleine Zuhause bleiben darf. "Du brauchst pro Woche ca. 150 Euro, das reicht für das und jenes... Abends solltest du besser nicht mit dem Bus fahren, denn das ist gefährlich... Wir haben eine Notfallnummer für dich... Schalte beim Handy das Roaming aus, denn das könnte ansonsten teuer werden... Kläre doch ab, ob du eine ID hast... Und eine EC Karte solltest du auch haben... Und wenn du am Automaten Geld beziehst, solltest du mindestens 100 Euro raus lassen... Wenn etwas nicht stimmt, dann TRAUE dich, uns anzurufen... Wir sind jederzeit für dich da..." Nun ja, das ging ca. 25 Minuten lang so weiter und wer mich kennt, kann sich bestimmt vorstellen, dass ich mich vor lachen nicht mehr auf dem Stuhl halten konnte. Allerdings war ich der einzige im Raum, der etwas zu lachen hatte, aber das war mir natürlich egal.

Zum guten Schluss erhielt ich die freudige Botschaft, ich dürfe nun wieder gehen und solle einfach bei der Buchung unter "Bemerkungen" angeben, dass ich einen Gutschein habe. "Ääääähm... Willst du mich jetzt verarschen?" Hoppla, das habe ich laut gedacht. "Entschuldige, aber ich bin jetzt schon zwei Mal nach Zug gefahren, nur um zu buchen und nicht, um mir anzuhören, wie du normalerweise die unselbständigen Mädchen berätst. Und jetzt soll ich wieder gehen und zu Hause buchen? Ernsthaft jetzt? Dann hätte auch einfach ein Telefon gereicht, nicht? Und eure Webseite kann ich auch daheim ansehen, die musst nicht genau DU mir zeigen und erklären, was man nun klicken muss." Sichtlichen Widerwillens hat sie dann doch noch für mich gebucht, was auch nur eine zweiminütige Sache war. Die Geschichte hat also doch noch ein Happy End. Und trotz allem, ich freue mich natürlich riesig auf diesen kurzen Sprachaufenthalt in Dublin, auch wenn ich eigentlich schon zu alt für diesen Scheiss bin, wie Sergeant Murtaugh sagen würde.

Donnerstag, 26. September 2013

California Highway 1

Der California Highway 1, eigentlich California State Route 1 (CA 1), ist wohl eine der schönsten Routen der Welt. Der Highway 1 verläuft in Nord-Süd-Richtung der pazifischen Küste entlang und genau das macht ihn so unvergesslich schön.


California State Route 1
Den California Highway 1 sollte man von Norden nach Süden runterfahren. Klingt war etwas doof, da es ja theoretisch keinen Unterschied ausmacht. Aber in der Praxis sieht das ganze eben doch etwas anders aus. Wieso? Wenn du von Süden nach Norden fährst, hast du immer die andere Spur zwischen dir und der Küste. Der Beifahrer sieht meistens nicht wirklich viel und zum auf die "Anhaltestellen" zu kommen ist es auch mühsamer. All das hast du eben nicht, wenn du von Norden in Richtung Süden unterwegs bist. Der Beifahrer ist direkt an der Küste und kann problemlos die wunderschöne Küste in Ruhe betrachten und du als Fahrer kannst einfach kurz anhalten an einer der unzähligen Ausfahrten.

Der landschaftlich schönste Teil der State Route 1 ist zwischen San Francisco und Santa Cruz. Also mindestens diese Teilstrecke musst du auf dem Highway 1 heruntergefahren sein. Der Highway 1 ist mit einigen

California State Route 1
Unterbrüchen durchgehend von Garberville bis nach San Diego runter. Soll heissen, zwischendurch ist man dann einfach auf dem Highway 101.

Die Städte an der CA 1 kennst du bestimmt auch, oder zumindest vom hören sagen. San Francisco, Santa Cruz, Monterey, Morro Bay, Santa Barbara, Malibu, Los Angeles, San Clemente und ganz an der Mexikanischen Grenze unten San Diego. Wobei die State Route 1 eigentlich schon etwas früher aufhört. Aber dann ist es halt der Highway 101. Wen kümmerts? Es geht ja trotzdem noch der Küste entlang.

Bodie Ghost Town

Bodie ist eine Geisterstadt östlich vom Yosemite Nationalpark in Kalifornien und ist auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert.



Das Goldgräber-Städtchen Bodie ist wirklich wie ausgestorben. Es wurde einfach alles liegengelassen und tschüss. So scheint es auf jedenfall.
In der Blütezeit hatte Bodie ca. 11'000 Einwohner, 65 Saloons, ein Rotlichtviertel mit diversen Bordellen, ein Chinesenviertel, Brauereien und vieles mehr. Es war also eine richtig grosse Stadt. Aber Bodie war nicht nur als Goldgräber-Stadt bekannt, es hatte einen wirklich schlechten Ruf. Es zählte zu einer der wildesten und gesetzlosesten Städte des Westens. Morde, Überfälle und Postkutschenraub waren beinahe an der Tagesordnung.

Nach wenigen Boom-Jahren warf die Mine kaum noch Profit ab, auch weil der Goldpreis stark gefallen war und sich der Betrieb so immer weniger lohnte. Der große kalifornische Goldrausch, der 1849 begonnen hatte, war vorüber. Nachdem Bodie sonst keine Einnahmequellen zu bieten hatte, ging die Bevölkerungszahl bald wieder rapide zurück. Nach einem Großbrand im Jahre 1932, der zahlreiche Häuser, bis auf die wenigen, bis heute verbliebenen Gebäude, zerstörte, war das Schicksal der Stadt jedoch besiegelt. Das Geschäftsviertel im Stadtzentrum wurde von dem Brand völlig zerstört.


Geisterstadt Bodie Kalifornien
Heute ist Bodie ein Historic State Park und wird so gut wie möglich aufrecht erhalten. Es stehen noch ungefähr 170 Gebäude. Unter anderem eine Kirche, die Schule, ein Bankgebäude aus Ziegelsteinen, eine Bar, ein Laden und mehrere Wohnhäuser sowie das große Minengebäude. Viele der Einrichtungsgegenstände stehen noch so da, als seien die ehemaligen Bewohner gerade erst gegangen. Auf dem kleinen Friedhof vor der Stadt sind die Grabsteine ehemaliger Bewohner zu sehen. Die Zapfsäulen einer alten Tankstelle sind ebenso noch vorhanden, wie ein paar rostende Autowracks aus den 30er Jahren. Einige Gebäude können betreten werden. Für die alte Mine werden Führungen angeboten.

Fazit: Super Ausflugstipp für Gross und Klein, für Geschichts-Freaks sowie Geschichts-Banausen, wie ich einer bin.

Freitag, 20. September 2013

Das Tal des Todes - Death Valley California

Nicht ohne Grund heisst das Death Valley wirklich Death Valley. Die Hitze ist einfach tödlich! Ich weiss nicht wie es bei dir aussieht, aber ich würde nicht mit dem Auto liegenbleiben wollen. Zumindest nicht dort.


Tal des Todes Kalifornien
Am Eingang des Death Valley Nationalparks denkt man sich noch "Ist ja garnicht so heiss" und trotzdem stehen überall Warnschilder, die einen auf die Gefahren aufmerksam machen. A propoz Eingang... der ist übrigens nicht wie bei allen anderen Nationalparks. Hier stehen keine Kabäuschen, wo man den Eintritt bezahlen kann. Aber es hat neben der Strasse einen Automaten, bei dem man den Eintirtt bezahlen muss. Ausser natürlich, man ist mit dem America the Beautiful Annual Pass unterwegs. Aber weiter im Text... Je weiter runter man in das Tal des Todes fährt, desto heisser wird es. Und es ist wirklich heiss! Bei uns warens 48°C. Und zwar richtig trocken heiss. Da kann sogar das kurze Aussteigen und einige Fotos schiessen schon zur Hölle werden.


Ganz ehrlich gesagt ist das Death Valley landschaftlich kein grosser Höhepunkt. Aber es ist wirklich krass, wie heiss es ist. Und ein paar wenige Autofahr-Stunden ist man wieder in einem Skigebiet. Das muss man einfach mal erlebt haben. Wie auch immer... Du könntest im Death Valley auch mit dem eingenen Fahrzeug auf den ausgetrockneten Salzsee. Der ist befahrbar, allerdings auf eigene Gefahr. Was kann daran schon so schlimm sein? Ganz einfach: Wenn es zu regnen beginnt, dann hast du den Zonk gezogen. Das ganze Regenwasser läuft zu diesem ausgetrockneten Salzsee und dann steckt man ganz schön schnell in der Patsche. Ich weiss, was du dir jetzt denkst. "Im Death Valley regnet es ja sowieso nie" - faaaaaalsch! Das es auch regnet, durften wir am eigenen Leib erfahren.


Überschwemmung, Tal des Todes
Überschwemmte Strassen, so denkt man zumindest, gibt es im Death Valley doch nicht. Aber in der Tat, es gibt sie. Der Himmel war strahlend blau, das siehst du ja auf dem oberen Bild. Und links von uns war so ein kleiner Streifen Regen. Nicht weiter schlimm, dachten wir. Allerdings machte die Strasse dann einen 90° Knick nach links und so fuhren wir direkt in diesen Regen. War eigentlich auch nicht weiter schlimm. Ein paar Tröpfchen, das kennt man ja aus der Schweiz. Die Strasse wurde immer dreckiger, zwischendurch einige Pfützen aus Dreckwasser. Und plötzlich war die Strasse überflutet. Ja, jetzt ist wohl mal etwas Pause angesagt. Eine Strasse um das zu umfahren gibt es nicht. Nur der Weg zurück wäre möglich, oder vielleicht auch nicht? Vielleicht ist der ja auch Überschwemmt? Ausserdem wäre es ein riesiger Umweg. Also einfach mal abwarten. Wird schon werden.
Dass die trockene Erde kein Wasser schluckt, merkt man
Tal des Todes, Kalifornien
genau in solchen Fällen. Aber was solls... Wir sind ja nicht die einzigen in dieser Lage. Natürlich hat man im Death Valley auch kein Handy-Empfang und so sollte man waghalsige Aktionen dann lieber vermeiden. Eine halbe Stunde später war dann schon nicht mehr ganz so viel Wasser auf der Strasse und wir wagten uns durch. Zum Glück ohne weitere Probleme. Und ca. 200 Meter weiter vorne sah es dann noch etwas übler aus. Wieder einmal warten ist jetzt angesagt. Und glücklicherweise ging der Wasserpegel auch hier zurück. Der Park Ranger ist auch gleich aufgetaucht und lotste schonmal die ersten Fahrzeuge durch. Danach waren wir dran. Den besten Weg auswählen und durch gehts, bloss nicht stecken bleiben, einfach durch. Geschafft! Und weiter gehts.

Denk daran, wenn du ins Death Valley fährst, genügend Trinkwasser mitnehmen und am besten noch was zu futtern. Ein bisschen Vorsorgen schadet nicht. Lieber gut ausgerüstet sein, auch wenn du nicht in eine doofe Situation kommst. Es gibt hier einfach wirklich nichts in der näheren Umgebung.

Autofans aufgepasst: Bob's Big Boy Broiler Coffee Shop, Downey (Los Angeles)

Das Bob's Big Boy Broiler ist nicht nur ein bekanntes und gutes Diner. Denn jeden Mittwoch treffen sich die Autofreaks mit ihren Hot Rod's und Muscle Cars in Downey bei diesem wirklich coolen Coffee Shop.


Hot Rod Treffen - Big Boy Broiler
Vor gut einem Jahr habe ich in der Sendung "Grip" diesen coolen Tipp aufgeschnappt. Bevor ich abgereist bin fing dann das grosse Suchen an. An welchen Tag ist das genau? Irgendwie steht das praktisch nirgends im Netz. Also habe ich alle "Grip" Sendungen nochmals durchgeschaut und dann endlich die Lösung gefunden. Jeden Mittwoch!

Neben dem Hot Rod Treffen kannst du im Bob's Big Boy Broiler allerdings auch wirklich gut essen und das zu einem wirklich günstigen Preis. Es ist ein richtiges Bilderbuch-Diner, das auch wenn du kein Benzin im Blut hast, wirklich sehenswert ist.


Bob's Big Boy Broiler, Downey, CA
Das Bob's Big Boy Broiler ist übrigens eine Dinerkette, aber nur im richtigen Diner wirst du die Hot Rod's und Muscle Car's antreffen. Wo das genau ist siehst du hier auf Google Maps. Ansonsten tippe einfach die untenstehende Adresse ins Navi ein und es wird dich dort hin führen.

Bobs Big Boy
7447 Firestone Blvd
Downey, CA 90241

Mittwoch, 18. September 2013

Verkehrsvorschriften USA: Was du beachten solltest

Die Verkehrsvorschriften in der USA sind grösstenteils gleich wie in der Schweiz. Dennoch gibt es einige Unterschiede, die du unbedingt beachten solltest, wenn du dich im Strassenverkehr bewegst. So vermeidet man sich einiges an Stress.

Jeder Bundesstaat hat seine eigenen Verkehrsregeln. Die wichtigsten sind allerdings in der ganzen USA einheitlich.
In der Regel läuft der Verkehr flüssig und gemütlich. So gut wie jeder nimmt Rücksicht auf den anderen und genau diesem Beispiel solltest auch du folgen. Also keine Panik! Als Schweizer hat man keine grossen Umstellungsschwierigkeiten.

Rechts überholen ist ebenso erlaubt, wie links überholen (außer in Nebraska, Oklahoma, North Dakota und Tennessee). Ungeübte Autofahrer sollten hier beim Spurwechsel besonders darauf achten. Aber natürlich nicht nur ungeübte Autofahrer, sondern auch alle anderen müssen sich erst einmal daran gewöhnen. Denn, wenn man sich es gewohnt ist, dass von rechts hinten keiner kommt, schaut man auch gar nicht gross darauf, ob sich ein Fahrzeug nähert oder nicht. Bei vier-, fünf-, sechs-, sieben- oder achtspurigen Strassen sollte man deshalb immer ein Auge auf den Rückspiegel richten. Dann hat man nämlich den von hinten nahenden Verkehr immer im Auge und denkt so auch eher daran. Und da die Aussenspiegel meist eine vergrössernde Wirkung haben, wird auch der tote Winkel grösser. Drum lieber den Kopf einmahl mehr drehen.

Die richtige Spur wählen bei mehrspurigen Strassen, wie z.B. auf einem 6-spurigen Freeway ist eigentlich ganz einfach. Muss man bald vom Freeway runter - rechts halten. Muss man bald den Freeway in Richtung rechts wechseln - rechts halten. Freeway in Richtung links wechseln - links halten. Ansonsten kannst du fahren, wo du willst. Ausgenommen natürlich auf den Abbiegespur ganz rechts. Innerorts das selbe Spiel. Muss man bald links - links halten. Muss man bald rechts - rechts halten. Muss man eine Weile gerade aus - auf den mittleren Spuren bleiben.

Zu schnelles fahren ist eigentlich kein allzu grosses Problem, sofern man es nicht übertreibt. Ich weiss nicht, ob dieser Mythos noch immer im Umlauf ist, aber mir wurde mal getrichtert, es sei eines der grössten Vergehen in den Vereinigten Staaten, wenn man ein bisschen zu schnell unterwegs sei. Wenn du allerdings 5 mph zu schnell fährst, hast du eigentlich keine grossen Probleme. Auch nicht bei Geschwindigkeitsmessungen. Ob innerorts oder ausserorts, völlig egal. Beachte einfach, dass du mit dem Verkehr fliesst. Wenn du schneller als alle anderen bist - Fuss vom Gas. Und wenn du langsamer als alle anderen fährst - ja was wohl?
Geschwindigkeitskontrollen dürfen nur gemacht werden, wenn ein Polizeiauto von der Strasse aus sichtbar ist. So gibt es keine versteckte Blitzkästen und nichts. Ausser an Kreuzungen, aber da gehts ja nicht um die Geschwindigkeit.

Rechts abbiegen bei rot ist bei jeder Ampel erlaubt, ausser es steht ausdrücklich "no right turn on red". Das rechts Abbiegen bei rot gilt aber meist nur für die ganz rechte Spur. Also einfach rechts blinken, schauen, ob jemand kommt und fahren, wenns gut ist. Umgewöhnungssache, aber genial!

Falsch parken rate ich dir wirklich ab. Denn da wird überhaupt keine Rücksicht genommen, es wird hart durchgegriffen. Dein Fahrzeug wird einfach abgeschleppt und das ist sehr mühsam. Wo man parken darf und wo nicht ist zumeist sehr verwirrend. Es gibt unzählige verschiedene Verbote. Wenn der Randstein nicht bemalt ist, darf man grundsätzlich sein Fahrzeug parkieren. 3 Meter Abstand zu jeder Ausfahrt, 3 Meter Abstand zum Hydrant, ect., ect.
Es gibt unzählige verwirrende Parkverbotstafeln, die man genau lesen sollte. Wie zum Beispiel: "No parking mon-fri 8am-5pm" oder zum Beispiel "No parking second wednesday in month 11am-1pm" und so weiter und so fort. Bei vielen No-Parking-Schildern darf man dan trotzdem parkieren. Also lies diese Parkverbotstafeln wirklich gut.

Dichtes Auffahren ist völlig normal in der USA, besonders in Städten. Ich weiss nicht genau, ob es verboten wäre, aber das interessiert keine Sau. Sogar die Polizei hält überhaupt keinen Sicherheitsabstand ein. Und noch besser, einige Verkehrsteilnehmer fahren der Polizei mit ca. 2 Metern Abstand hinterher und das bei einer Geschwindigkeit von 65 mph.


Die Carpool Lane ist eine sepparate Spur auf grösseren und vielbefahrenen Freeways. Diese ist für alle Fahrzeuge mit mindestens 2 Insassen. Wenn du alleine unterwegs bist, halte dich von dieser Spur fern. Hier drohen auch hohe Bussen. In Florida gibt es eine ähnliche Spur, die SunPass Lane. Diese ebenfalls meiden, sofern man sie nicht im Voraus bezahlt hat (gibt so ein Gerätchen für ins Auto).

Alkohol am Steuer - ein echtes No-Go! Das kann sogar gebüsst werden, wenn man noch unter der Promille-Grenze ist. Also vermeide Stress mit der Polizei und trinke lieber kein Alkohol, wenn du nachher noch fährst.

Überholen eines Schoolbus - ebenfalls ein echtes No-Go! Wenn du einen schoolbus vor dir hast, dieser anhält und den gesamten Christbaum einschält, dann HALTE AN! Überhole ihn auf KEINEN Fall! Fahre nicht daran vorbei, halte einfach an. Das wäre dann nämlich eines der schlimmsten Verkehrsvergehen, das du machen könntest. Anhalten und schön hinter dem Schulbus bleiben. Ganz einfach. Auch wenn du wahrscheinlich nie in diese Situation kommst, merke es dir. Ansonsen lies einfach was auf dem schoolbus steht: "STOP". Bei vielen steht es sogar nochmals ausdrücklich auf dem Heck des Buses "Do not pass when lights flashing".


Falls du trotzdem von einer Polizei-Streife angehalten wirst: Bei einer Verkehrskontrolle bleibt das Polizeifahrzeuge mit Blaulicht und/oder eingeschalteter Sirene immer hinter dem zu kontrollierenden Fahrzeug. Ruhe bewahren und am rechten Strassenrand anhalten! Keine hastigen Bewegungen, die Hände am Lenkrad halten und immer schön freundlich sein. Am besten gleich deinen schweizer Pass, Führerschein und Fahrzeugpapiere zeigen. Wenn der Polizist merkt, dass man aus der Schweiz ist, wird er in den meisten Fällen schon mal etwas freundlicher.

Dienstag, 17. September 2013

Grand Canyon National Park South Rim, Arizona

Der Grand Canyon ist der Canyon, der wohl jeder kennt, ja sogar jedes Kind. Das liegt wohl daran, dass der Grand Canyon der wahrscheinlich berühmteste und grösste ist, den es gibt. Und natürlich zählt er auch zu den schönsten Canyons der Welt.

South Rim, Grand Canyon
Der Eintritt in den Grand Canyon kostet meines Wissens $ 25 pro (nichtkommerzielles) Fahrzeug. Wer allerdings den America the Beautiful Annual Pass hat, kann natürlich rein und raus, wie und so oft er möchte. Der südliche Teil des Grand Canyon National Parks, sprich der, über den ich hier schreibe, ist übrigens der meistbesuchte Teil des Grand Canyons. Und das nicht ohne Grund. Er ist wunderschön, leicht zu erreichen und man bezahlt sich nicht dumm und dämlich, wie z.B. beim Grand Canyon Skywalk.

In der Nähe des Visitors Center tummeln sich auch ausserhalb der Hochsaison doch recht viele Touristen. Ist nicht ganz so mein Ding. Aber wenn man sich mal durch die Touris durchgeschlichen hat, da hat man doch einen wunderschönen Ausblick über einen kleinen Teil des Grand Canyons. Und dieser kleine Teil ist riiiesig! Und Bryce Canyon, wobei es auch dort nicht besser sein sollte.
South Rim, Grand Canyon
natürlich atemberaubend schön. Wer, wie ich, nicht auf so viele Touristen steht, der kann einfach vom Visitors Center in Richtung Osten fahren. Rund 30 km geht es dem Canyon entlang und da sind so einige wirklich schöne Aussichtspunkte, an denen man kurz rasten kann. Natürlich mit Parkplätzen, teils sogar Sanitäranlagen, etc. Ist wirklich schön. Und falls Ihr danach in Richtung Norden wollt, seid ihr auch schon in die richtige Richtung unterwegs. Leider wurde bei uns das Wetter immer schlechter, je später es wurde und so sahen wir auch immer weniger weit und machten uns dann am Nachmittag auch auf den Weg in Richtung


Downtown, Flagstaff, Arizona
Übernachtet haben wir in Flagstaff AZ, das gut eine Stunde vom Eingang des Grand Canyon Nationalparks South ist. Man könnte allerdings auch zum Beispiel im Grand Canyon Village übernachten. Da gibt es so einige Hotels und zu unserem Erstaunen sogar Mc Donalds und Co. Aber wer es Abends gerne gemütlich mag und dem eine Stunde Autofahrt am Morgen nichts ausmacht, dem kann ich nur raten in Flagstaff eine Bleibe zu suchen. Denn in Downtown Flagstaff ist noch ein kleines Überbleibsel der Route 66. Ein richtig einladendes kleines, verschlafenes Städtchen, wo man abends gerne herumschländert.

Samstag, 14. September 2013

Bryce Canyon National Park, Utah

Der Bryce Canyon ist einer der schönsten Canyons der Welt. Und das nicht ohne Grund - der Bryce Canyon ist wirklich einfach unglaublich schön. Die ganzen Skulpturen aus Kalkstein bilden eine wunderschöne Märchenlandschaft.

Auflösender Nebel, Bryce Canyon
Am späten Abend nach dem recht langen Tag nach dem Besuch des Grand Canyons und der ganzen Fahrt hoch in den Norden zum Bryce Canyon waren wir dann echt froh, endlich irgendwo liegen zu können. Zum Glück hatten wir am Vorabend noch kurz eine Übernachtung im Best Western gleich vor dem Eingang des Bryce Canyon National Parks. Und so mussten wir auch nicht noch lange etwas suchen. Wie auch immer - wir waren nun im verregneten Bryce Canyon angekommen und assen noch kurz vor Ladenschluss in einem Restaurant zu Abend, das wohl nicht der Rede wert ist. Auf alle Fälle nicht im positivern Sinne der Rede wert. Aber es war die wohl letzte möglichkeit noch etwas zu beissen zu bekommen.

Kalksteingebilde, Bryce Canyon
Am Morgen darauf war das Wetter nicht wirklich vielversprechend - saukalt, regnerisch und trüb. Nichts desto trotz wollten wir natürlich nach dieser langen Fahrt doch noch etwas sehen und so fuhren wir in den Bryce Canyon National Park hinein. Aber ja, auf rund 2'500 MüM bleiben die Wolken gerne im Canyon hängen. Und so waren wir zwar im Bryce Canyon National Park, direkt oberhalb der klippen, konnten allerdings nur erahnen wie schön der Canyon ist. Wir wären schon froh gewesen, wenn wir die Hand vor der Nase gesehen hätten. Nebel, nass, kalt - ach sch...! Naja, wir waren jetzt da und so war es nunmal. Aber natürlich haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben. Es sind zwar schon einige Touristen wieder geflüchtet, aber nein, gib niemals die Hoffnung auf.

Bryce Canyon National Park
Als wir dann eine Weile im National Park herumgefahren waren und auch noch einige Zeit im Auto vertrieben haben, bereits das Mittagessen verdrückt hatten, sah ich dann plötzlich wie die Sonne etwas durch die Wolken drückte. Die Temperatur stieg langsam an. Und das heisst ja Gutes, denn warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf und so sollte der starke Nebel verschwinden. Und nach einer kurzen Weile war es dann so weit, der Nebel verdrückte sich und der wunderschöne Bryce Canyon zeigte sein Gesicht - uuuuuunglaublich schön! Echt der Hammer! Die restliche Zeit blieb es dann zu unseren Gunsten noch beständig und so klapperten wir den ganzen National Park ab. Einfach geil!

Kurzes Fazit: Wenn das Wetter stimmt, dann ist der Bryce Canyon auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch wenn man einen grösseren Umweg fahren muss, seht ihn euch an. Der Bryce Canyon ist einfach unglaublich eindrücklich. Und dieser Eindruck wird dein ganzes Leben in deinem Gedächtnis bleiben - versprochen!

America the Beautiful - Annual Pass

America the Beautiful - the National Parks and Federal Recreational Lands Pass. Dieser Annual Pass hilft dir einiges an Geld und ein bisschen Zeit zu sparen bei Besuchen von mehreren National Parks in den USA.


America the Beautiful - Annual Pass
Der America the Beautiful ist ein ganzes Jahr gültig ab dem Ausstelldatum und das in über 2'000 National Parks der USA. Einfach beim ersten National Park am Eingang einen kaufen - fertig! So einfach ist das.
Bei den nächsten National Parks einfach den Annual Pass mit der ID zusammen zeigen (Unterschriftvergleich) und rein gehts. Dann einfach mit dem dazugehörigen Aufhänger an den Innenspiegel hängen, damit man auch sieht, dass man bezahlt hat. Bei grösseren National Parks gibt es sogar sepparate Spuren, damit man nicht lange in der Schlange warten muss. Und noch besser: Es können zwei Personen auf dem Annual Pass unterschreiben. Also einfach nur ein Unterschriftfeld ausfüllen und das andere noch frei lassen, für den Fall, dass z.B. ein Freund, Verwandter oder ähnlich diesen Pass auch noch nutzen kann beim nächsten USA Trip. Ist doch echt cool, nicht?

Ok, der America the Beautiful kostet $ 80, ABER es ist eine eimalige Investition und lohnt sich bereits ab ca. 4 National Parks und das hat man noch schnell mal rausgeholt. Ist ja schliesslich ein Jahr auf zwei verschiedene Personen gültig. Für mich hat er sich bereits gelohnt und er wird wohl auch noch einige Male genützt - hoffe ich zumindest.

Weitere Infos findest du ansonsten auf der Website von USGS, wo du den Annual Pass ansonsten auch bestellen könntest. Aber ich denke, es ist wohl einfacher, wenn du einfach beim ersten Parkbesuch den Pass kaufst. Dauert nur ein Minütchen.

Freitag, 13. September 2013

Wie schnell die Zeit vergeht

Ist schon verrückt, erst habe ich noch den Flug gebucht und nun bin ich schonwieder daheim und zurück im Alltag und versuche mich wieder in die kleine Schweiz zu integrieren. Die Umstellung ist schon ziemlich krass.


Die Zeit vergeht doch schon sehr schnell, wenn man im Urlaub ist und man es richtig geniessen kann. Wo ich war? Kleiner Roadtrip in den Staaten. Ok, ok, so klein war er eigentlich auch wieder nicht. Rund 6'000 km legte ich in zwei-einhalb Wochen zurück und durch die vier Staaten California, Arizona, Utah und Nevada ging's. Aber schon bald wirst du mehr erfahren. Ein kleines Bisschen verrate ich dir jetzt schon mal: Es war einfach unglaublich schön, viel gesehen, viel erlebt und noch nicht ganz alles verarbeitet. Und die 18 Tage vergingen wie im Fluge. Also eigentlich viel schneller, denn dieses Sprichwort stimmt für mich nicht so ganz. Im Flugzeug wäre ich froh, würde die Zeit irgendwie ein bisschen schneller vergehen.

Bleibt auf alle Fälle dran!

Sonntag, 4. August 2013

Florida Roadtrip inklusive Kreuzfahrt

Der Roadtrip durch Florida war einer meiner erlebnisreichsten und schönsten Erlebnisse in meinem bisherigen Leben. Dass ich gleich nochmals einen so ähnlichen Roadtrip machen würde, versteht sich glaube ich von alleine. Es war einfach genial und kann ich nur wärmstens weiterempfehlen.


Florida Roadtrip, Miami
Florida ist ideal um mit dem Mietauto zu entdecken. Die Städte sind für amerikanische verhältnisse dicht bei einander und Florida zählt somit du den dicht besiedeltsten Staaten der USA. Also genau das richtige, wenn man mit dem Mietauto ein viel entdecken möchte und gleichzeitig aber nicht tagelange Fahrten hinter sich bringen muss. Und ehrlich, wenn man will, dann kann man ganz schön was entdecken in Florida. Die Liste, was man alles machen könnte, ist ellen-lang!

Kurz ein paar Facts zu unserer Reise:
Wir waren insgesamt 23 Tage unterwegs, mit Flug sogar 24. Die ersten zwei Nächte verbrachten wir in Fort Lauderdale, wo auch unser Flug hin ging. Danach war eine Nacht in Miami Beach angesagt. Gleich darauf verbrachten wir den Tag im Everglades National Park und anschliessend noch die Keys runter (ja, das war ein langer Tag mit der ganzen Fahrt). In Key West waren wir für zwei Nächte. Und dann wieder hoch nach Fort Myers für eine Nacht. Weiter nach St. Petersburg/Tampa, ebenfalls eine Nacht. Weiter nach Orlando und da natürlich in die Universal Studios, ganze drei Nächte sogar. Dann war noch West Palm Beach an der Reihe, für zwei Nächte. Danach endlich auf die Karibik Kreuzfahrt auf der Oasis of the Seas, eine volle Woche. Und nach der Kreuzfahrt waren wir die letzten vier Nächte wieder in Miami Beach um einfach nochmals ein wenig richtig zu entspannen und auch mal etwas zu baden an der Beach.
Klingt vielleicht ein bisschen stressig, war es allerdings wirklich nicht. Erstens mag ich keinen Stress und schon gar nicht in den Ferien und zweitens schauten wir immer "vorzuä", wie es weitergehen soll.


Florida Roadtrip, Key Biscane Lighthouse
Die Planung haben wir uns ganz einfach gemacht. Mal den Flug nach Fort Lauderdale und das erste Hotel über ebookers.ch buchen, die beiden Mietwagen (vor und nach der Kreuzfahrt) über sixt.ch buchen und die Kreuzfahrt haben wir über e-hoi.ch gebucht. Klingt zwar ein wenig aufwändig, war aber so extrem günstig! Und alle anderen Unterkünfte, Hotels etc. wollten wir auch noch garnicht im Voraus buchen, denn schliesslich sind wir ja sehr spontan und mit ebookers kann man auch wunderbar buchen, wenn man unterwegs ist und es einem hier gleich gefällt. Dann hat man auch nicht einen strikten Reiseplan und muss sich daran halten. Das wäre doch zum kotzen, oder etwa nicht? Na, für mich auf alle Fälle. So konnten wir einfach bleiben, wo es uns gefallen hat und wenn wir irgendwo angekommen sind, wo es uns nicht so gut gefiel, dann gings weiter. Ist doch ganz einfach, nicht? Man muss nicht schauen, dass man genau dann dort ist und wenn mal etwas schief gehen würde, ist man auch nicht gebunden. Also für mich gibt es wohl nichts mehr anderes auf solchen Rundreisen. Echt cool, vorallem gibt es bei der ebookers-App auch eine Funktion für "Hotels in der Nähe und verfügbar für heute". Echt genial, für solche Sachen! Alles in allem kam die Reise auf ca. CHF 3'500.- pro Person, was aus meiner Sicht wiiiirklich günstig ist, für das, was wir hatten. Knapp 3 1/2 Wochen, eine Woche Kreuzfahrt, Flug, Mietwagen und alle Hotels... Ein echtes Schnäppchen!

Die Hightlights waren auf alle Fälle der Everglades National Park und die Universal Studios. Und die zwei schönsten Destinationen waren aus meiner Sicht Miami Beach und West Palm Beach. Wobei natürlich auch Key West unglaublich schön ist und die Ostküste Floridas ebenfalls.


Florida Roadtrip, Miami
Die letzten paar Tage wollten wir, wie gesagt, einfach noch ein bisschen ausspannen und etwas Kontrast in die bisherigen, sehr erlebnisreichen Ferien bringen. Aber die Entscheidung war nicht leicht, West Palm Beach, oder doch Miami Beach? In Miami waren wir bisher bloss eine Nacht, in West Palm Beach zwei. Ok, Miami ist einiges grösser und da könnten wir doch vielleicht noch etwas mehr entdecken, aber Palm Beach ist einfach traumhaft. Nach einiger Disskussionen hatten wir uns dann allerdings auf Miami Beach entschlossen und hatten ein wirklich geniales 5-Sterne Hotel gebucht und dann noch in einer unglaublich grossen Suite, unweit vom Strand und "z'mitzt im Chuechä". Ja, das war echt gediegen. :)

Mittwoch, 24. Juli 2013

West Palm Beach

West Palm Beach - das Mekka der Reichen und Schönen - meine Nummer 1 in Florida! Eigentlich hat "Palm Beach" doch schon jeder mal irgendwo gehört, aber irgendwie geht es trotzdem bei vielen unter. Wenn du zwar in Florida warst, aber nicht in West Palm Beach, dann hast du was falsch gemacht.

City Place, West Palm Beach
Von einer wirklich ausserordentlich freundlichen Serviertochter in Key West wurden wir auf Palm Beach aufmerksam gemacht. Da sie aus Palm Beach stammt, wusste sie natürlich mehr als gut, wie wunderschön es ist und dass man auf jeden Fall mal dort gewesen sein muss. Nun, sie hat wirklich nicht übertrieben.

City Place West Palm Beach, das ist das Herz von West Palm Beach. Hmmmm, wie soll ich das beschreiben? Traumhafter Stadt-Platz mit Palmen und Brunnen, wunderschön beleuchtet, Restaurants, Café's, Bars, Shoppingmöglichkeiten. Ich weiss, ich muss noch lernen etwas angemessen zu beschreiben. Die Bilder sehe ich vor meinen Augen und denke daran, wie schön es war, aber mir fallen keine passende Wörter dazu ein.
Auf jeden Fall, egal um welche Zeit du an den City Place gehst, es ist immer etwas los. Tagsüber etwas gemütlicher und gegen Abend ist etwas mehr "Partystimmung". Wir hatten ein wenig Mühe, den City Pace zu finden und deshalb kurz herausgesucht, wo das war: City Place

Clematis Street, West Palm Beach
Als wir in West Palm Beach waren, gab es da noch ein Konzert am Abend, hmmm... mal überlegen... Das ist soviel es mir ist jeden Dienstag, oder jeden Donnerstag. Latin Musik im Freien, nur wenige Meter vom Hafen entfernt und obendrauf noch gratis. Echt cool! Die Athmosphäre war gemütlich - richtige Ferienstimmung! Mein Gott, wie sind wir bloss darauf aumerksam geworden? Ich zerbreche mir den Kopf, google und komme trotzdem nicht auf die Lösung. Aber wo es war, kann ich natürlich noch verraten. Ganz unten an der Clematis Street.

Die Clematis Street ist natürlich nicht nur abends, wenn obendrauf noch ein Konzert stattfindet super, sondern auch tagsüber genial. Ach Mensch, ist das schön! Bin gerade mit "Google Street View" die Strasse virtuell am hochlaufen und schon kommen mir alle Erinnerungen hoch.

Strand, Palm Beach
In Palm Beach selber, sprich auf der Insel vor West Palm Beach, ist eigentlich nichts los. Hier wimmeln riesige, wunderschöne Villen und natürlich auch so einige Hotels, natürlich wegen des sehr schönen Strandes. Also geht ruhig trotzdem mal auf die Insel rüber, auch wenn es nur zum baden ist oder um sich einfach ein bisschen umzuschauen und von so einem Lebensstil zu träumen.

Für Badeferien sicherlich auch zu empfehlen! Dann geht man halt mit dem Taxi über die Brücke von Palm Beach zu West Palm Beach - sollte ja eigentlich kein Problem sein.

Madeira Beach

Von Madeira Beach bis hoch zu Clearwater Beach ist einer der schönsten Orte in Florida für Badeferien. Das sind wirklich alles wunderschöne Key's bzw. Inselgruppen an der Westküste Floridas und liegt gleich vor den Städten Tampa und St. Petersburg.

Strand Madeira Beach, FL
Ja, für Badeferien ist die Inselkette Madeira Beach, Redington Beach, Redington Shores, Indian Shores, Indian Rocks Beach, Belleair Beach und Clearwater Beach einfach traumhaft. Weisse strände, gemütliches Flair und so weiter. Aber natürlich darf man hier auch gerne während einer Durchreisen einen Stopp einlegen, so wie wir das auf unserem Florida Roadtrip getan haben. Wir hatten unser Hotel zwar in St. Petersburg und das war dann logischerweise nicht an einem der traumhaften Strände, aber mit dem Mietwagen ist man ja schnell irgendwo und kann es trotzdem geniessen.

Boardwalk Madeira Beach, FL
Zugegeben, ein Tag ist etwas kurz um all das anzuschauen, aber irgendwo macht man da halt mal kleine Abstriche. Nach einigem googlen (gibt übrigens nicht viel schlaues im Netz darüber) sind wir dann auf etwas gestossen, was so richtig zu unserem Roadtrip passte - Boardwalk Madeira Beach!

Den Boardwalk in Madeira Beach sollte man auf keinen Fall verpassen. Fischerflair, Restaurants, Kneipen, Shoppingmöglichkeiten und sogar ein Hooters (*bigfatsmile*) findest du hier. Ein wunderschöner Holzsteg zwischen Hafen und Restaurants runden das ganze ab. Der Boardwalk ist ein echter Geheimtipp! Hier ist er!


Minigolf Smuggler's Cove Adventure Golf
Nach dem wunderschönen Sonnenuntergang, den wir am Strand von Madeira genossen hatten wollten wir dann noch ein bisschen was sehen, bevors dann am nächsten Tag schonwieder weiter ging. Also sind wir mit dem Mietauto die Inselgruppe hochgefahren und haben uns ein wenig umgeschaut. Und plötzlich von meinem Nebenan: "Was war das jetzt? Hast du das gesehen? Da war ein beleuchtetes Piratenschiff!". Also wendete ich kurzerhand und fuhr zurück. Und tatsächlich - aber was zur Hölle ist das? Ein Minigolfplatz! Aber nicht einfach ein Minigolfplatz, nein, ein echt cooler Minigolfplatz! Natürlich gibt es einige Minigolfanlagen in der Nähe, aber dieser übertrifft einfach alle anderen! "Smuggler's Cove Adventure Golf" nennt sich dieser und er ist wirklich eine Augenweide - vorallem abends. Ja, ich weiss - die Bildqualität ist echt sch..., aber wiedermal hatte ich meine Kamera nicht zurhand und habe es dann mit meinem Smartphone fotografiert.

Ach, übrigens... Unsere Gastautorin hat noch einen super Tipp für alle Strandbesucher in Clearwater Beach, damit man sich für einen der doch ziemlich beschränkten Parkplätze nicht dumm und dämlich zahlt:  Parkieren im wunderschönen Clearwater Beach

Montag, 22. Juli 2013

Fort Myers, das verschlafene Städtchen

Einen kleinen Stop in Fort Myers mussten wir natürlich schon einlegen, auch wenn Ft. Myers Beach zwar bekannter ist, hat Ft. Myers selber doch ganz schön viel Charme. Die Atmosphäre im Historic District ist einfach unbeschreiblich angenehm. Ganz nach dem Motto: Klein, aber oho!


Abends, Fort Myers
Historic District, Fort Myers - wer das googlet wird meist nicht ganz so einfach fündig. Zumindest ging das mir so, als wir auf der Suche waren. Zwischen der Bay Street und der Main Street versteckt sich in Ft. Myers das wahre Schätzchen. Palmalleen, kleine Läden und Restaurants, bzw. Cafés warten hier auf dich! Ok, ich muss schon zugeben, es ist echt verschlafen. Aber eben auf eine herrliche Art und weise. Touristen haben wir nur eine Hand voll gesehen und wenn dann waren es amerikanische Touristen. Anscheinend verschlägt es ansonsten niemand nach Ft. Myers, oder war das bloss so, weil die Hochsaison schon vorbei war? Nun, leider kann ich euch darauf keine passende Antwort liefern. Aber ich bin mir sicher, wer es gerne etwas ruhiger mag, der wird das kleine Altstädchen lieben.

Bloss eine Nacht hatten wir ein Hotel in diesem schönen kleinen Ft. Myers gebucht und so waren wir doch ein wenig in Eile - eigentlich schon fast etwas schade, wobei man hat es noch rasch einmal gesehen. Ach ja, noch was zu dem Nacht-Bild da oben... Ich weiss, qualitaitv ist's echt nicht der Hit, aber hatte meine Kamera nicht dabei und mit dem Handy ist es so eine Sache. Aber das sah sowas von genial aus - und so einfach gemacht, echt genial! I'm lovin' it!


Edison Mall, Fort Myers
Ach ja, shoppen kann man in Ft. Myers natürlich auch. Die Edison Mall bietet die besten Voraussetzungen dafür. Und Schnäppchenjäger aufgepasst: Das war jetzt mal eine RICHTIGE Outlet-Mall, zumindest für meine Freundin. Im Hollister waren alle Preise massiv heruntergesetzt - war da so mit "50% off" Schildern etc. Angeschrieben und heruntergesetzte Preisschilder. Das beste daran war, dass es doppelt runtergesetzt war. Sprich es gab auf die stark reduzierten Preise noch einen saftigen Rabatt! Ja, hier wurde dann so einiges gekauft ;) .

Samstag, 20. Juli 2013

Parkieren im wunderschönen Clearwater Beach

Clearwater Beach ist einer der Strände, den man in Florida einfach gesehen haben muss. Ein absoluter Traum! Doch die Parkgebühren auf der schönen Insel können einem ganz schön die Ferienstimmung vermiesen. Deshalb hier unser Geheimtipp!


Pier 60, Clearwater Beach
© Sven Löffler / PIXELIO
Pier 60 in Clearwater Beach ist ein Muss, wenn man auf dieser schönen Insel verweilt. Das Pier ist nicht zu übersehen: Kaum ist man von der Brücke, die nach Clearwater Beach führt, heruntergefahren, ist das Pier schon in Sichtweite. Künstler und Strassenhändler beleben das Pier und man kann Pelikane und viele Fischer sehen. So ein Sonnenuntergang auf dem Pier ist absolut romantisch - und man kann traumhaft schöne Bilder schiessen. Das letzte Stück des Piers ist jedoch gebührenpflichtig: $0.50 pro Person werden für das Betreten verlangt. Beim Pier hat es kostenpflichtige Parkplätze, für die man pro Stunde bezahlt - diese waren aber bei unserer Ankunft allesamt besetzt. Für einen kurzen Abstecher ans Pier ist so ein Parkplatz sicher okay. Wenn man länger bleiben möchte, eventuell sogar den ganzen Tag, wird es extrem teuer.




Günstig parkieren, Clearwater Beach
© Google StreetView
"Parking only 5$ a Day", stand auf der Kartontafel, die uns ein älterer Herr mit Bart am Strassenrand entgegenstreckte. Zumindest behauptete das mein Partner, der gerade an dem Mann vorbeigefahren war. Seit einer halben Stunde waren wir verzweifelt auf der Suche nach einem Parkplatz. Mal sollte es $20 kosten, dann wieder nach langer Diskussion $15, aber jedes Mal endete es so, dass wir weiterfuhren und einen günstigeren Parkplatz suchten. Da es überall so teuer war, war ich mir eigentlich sicher, dass mein Partner halluziniert haben musste. Aber er setzte sich durch, drehte an der nächstbesten Stelle um und fuhr zurück zur Stelle, wo er den Mann gesehen haben wollte. Und tatsächlich: Der Mann wies gerade zwei Studentinnen mit Mietwagen in die doch schon etwas enge Parklücke auf seinem Vorhof ein. "5 Bucks a Day", rief er uns zu, und wies uns kurze Zeit später ein. Der Platz war knapp, aber er wusste genau, wie er die Autos nebeneinander haben musste, um möglichst viele Autos parkieren zu können. Das war mal ein echtes Schnäppchen! Als er sah, dass wir keine Stühle für den Strand dabei hatten, hat er uns sogar noch zwei Beach Chairs ausgeliehen - kostenlos! Wir waren total perplex ab so viel Freundlichkeit, und deshalb teilen wir den Tipp mit euch: Ihr findet die vielleicht günstigsten Parkplätze mit dem wahrscheinlich nettesten Service auf ganz Clearwater Beach an der Adresse 470 Poinsettia Avenue (siehe Bild von Google StreetView).

Mittwoch, 17. Juli 2013

Everglades National Park, Florida

Wenn man schon mal in Florida mit dem Auto unterwegs ist, dann sollte man auf jeden Fall einen Abstecher in den Everglades National Park machen. Sehr eindrückliche Landschaft, spektakuläre Tiere und natürlich Moskitos bis an den Anschlag erwarten dich hier. Vielleicht deshalb nicht besonders was für die ganz Kleinen.


Everglades National Park Florida
Der Everglades National Park, unweit von Miami entfernt, ist ein echtes Highlight und sollte man auf keinen Fall meiden. Auch wenn man nachher von Moskitostichen übersäht ist. Ok, wir waren im Park als uns aufgrund der enorm hohen Moskito-Rate davon abgeraten wurde, aber wollten uns das natürlich trotzdem nicht entgehen lassen. Sogar ich, der so gut wie nie von Mücken gestochen werde, wurde hier aber "Opfer" von duzenden Moskito-Stichen. Allerdings erst, nachdem ich mich mit dem "anti Moskito-Spray" eingeschmiert habe. Meine Freundin behauptet zwar bis heute noch, diese gemeinen Fiecher hätten es schon vorher auf mich abgesehen.


Baby-Alligator im Everglades National Park, Florida
Flamingo, so heissen natürlich nicht nur die Tiere, die man zu sehen bekommen sollte, sondern auch der Ort ganz unten des Everglades Parks, den wir ohne Halt auf direktem Weg angesteuert haben. Hier haben wir einen kleinen Ausflug gebucht für rund $ 20 pro Person, den wir allerdings vielleicht nicht mehr machen würden. Mit einem Boot gings den "von Menschen erschaffenen Everglades Nebenkanal" (kein Witz!) hoch, wo wir dann über die verschiedenen Mangroven-Arten aufgeklärt wurden. Natürlich ist es auch eindrücklich das ganze vom Wasser aus zu sehen. Als wir dann endlich aus diesem Kanal rauskamen und in einen riesigen See kamen, schüttete es aus allen Wolken und wir hatten gleich noch eine gratis Dusche kassiert. Natürlich war alles platsch-nass, aber who cares? War eine schöne Abkühlung, denn es war höllisch heiss! Und deshalb wendete das Boot dann wieder und wir machten uns auf den Rückweg. Und plötzlich waren alle panisch, stürtzten sich an die Reeling. Was ist denn jetzt los?? Ein Baby-Alligator! Wir brauchten zwar eine Weile, bis wir ihn gesehen hatten, aber das war ein richtiges Erfolgserlebnis. :)


Raststätte, Everglades National Park
Die wahren Schätze des Parks sind aber an einem Anderen Ort, wie wir nach dem kurzen Bootsausflug vom Kapitän erfahren haben. Man sehe eigentlich einiges mehr in den verschiedenen "Raststätten", meinte er, ja es sind keine Raststätten. Der Lange Weg runter zu Flamingo ist übersäht von mit braunen Schildern versehenen Abzweigern. Und genau das sind die "Schätze" des Everglades National Parks. Auf dem Rückweg haben wir keinen dieser teils wirklich wunderschönen Örtchen ausgelassen. Und siehe da, als es langsam eindunkelte sah man dann plötzlich Alligatoren noch und nöcher. Also wirklich, abgesehen vom Schwefel-Gestank, dem Duft des Abgestandenen, einfach traumhaft schön, eine Erinnerung fürs Leben!

Flamingos haben wir zwar keine gesehen, aber neben den Alligatoren ist natürlich schon die Landschaft und die zum Teil schon etwas beunruhigende Ruhe diesen Ausflug wert!


Alligator im Everglades National Park, Florida
Und noch was: Der Everglades National Park ist KEIN Streichelzoo! Wir waren teilweise für meinen Geschmack schon etwas zu nahe dran. Und dass Alligatoren auf den ersten ca. 5 Metern sau-schnell sein können, auch wenn sie vielleicht träge aussehen, muss man euch ja bestimmt auch nicht erzählen. Also aufgepasst!

Montag, 15. Juli 2013

Universal Studios Orlando

Die Universal Studios in Orlando sind ein Anziehungspunkt für Jung und Alt, Adrenalinkick und Themen-Spezifische Athmosphäre inklusive. Kurz gesagt: Vergnügungs- und Themenpark der Superlative!


Eingang Universal Studios Orlando
Die zwei Telile der Universal Studios in Florida sind unterteilt in "Universal Studios Florida" und "Universal's Islands of Adventure". Also ich habe bis jetzt noch nicht begriffen, worin der eigentliche Unterschied liegt, denn beide Teile des Parks sind sehr ähnlich aufgebaut. Film-Spezifische Achterbahnen, 4-D Kinos etc. Besorgt euch einfach Tickets für beide Teile! Und hier ist schon fast egal, ob man 1-Tages, 2-Tages, 3-Tages oder 4-Tages-Pässe besorgt, denn die Preise unterscheiden sich nicht besonders. Ein 4-Tagespass kostet rund $ 168 und der 1-Tagespass $ 128 - Kein Witz! (Hier gehts zu den Tickets) Bloss ein Tag ist etwas kurz, zwei sind aus meiner Sicht ideal und drei Tage sind vielleicht schon etwas viel - zumindest für mich.

Aber überzeuge dich selbst! Doch ich bin mir so ziemlich sicher, wenn ihr das alles an einem Tag erleben wollt, dann habt ihr ganz schönen Stress. Auch wenn ihr einen... wie war das?... Unlimited Express habt, mit der zwar so einiges mehr kostet, aber dafür müsst ihr viel weniger anstehen. Überall haben die Express-User den Vortritt und werden spezialbehandelt.

Ich habe euch kurz aufgelistet, was es alles zu sehen und erleben gibt. Schaut es euch also doch kurz an, wenn ihr wollt.


Abends im Universal Studios Florida
Im Universal Studios Florida findest du folgende Attraktionen:
- TRANSFORMERS: The Ride-3D
- Despicable Me Minion Mayhem
- Hollywood Rip Ride Rockit
- The Simpsons Ride
- Shrek 4-D
- Revenge of the Mummy
- MEN IN BLACK Alien Attack
- Terminator 2: 3-D
- E.T. Adventure
- Disaster!SM- A Major Motion Picture Ride...Starring YOU
- Animal Actors On Location!
- Curious George Goes To Town
- Fear Factor Live
- Fievel's Playland
- TWISTER...Ride It Out
- Woody Woodpecker's Nuthouse Coaster
- Beetlejuice's Graveyard Revue
- The Blues Brothers Show
- A Day in the Park with Barney
- Universal Orlando's Horror Make-Up Show
- Lucy - A Tribute


Harry Potter - Island of Adventure
Und auf der Island of Adventure sind folgende Attraktionen:
- The Amazing Adventures of Spider-Man
- The Incredible Hulk Coaster
- Doctor Doom's Fearfall
- Storm Force Accelatron
- Popeye & Bluto's Bilge-Rat Barges
- Dudley Do-Right's Ripsaw Falls
- Jurassic Park River Adventure
- Pteranodon Flyers
- The Eighth Voyage of Sindbad Stunt Show
- Flight of the Hippogriff
- Dragon Challenge
- Harry Potter and the Forbidden Journey
- One Fish, Two Fish, Red Fish, Blue Fish
- The Cat In The Hat
- Poseidon's Fury
- The High in the Sky Seuss Trolley Train Ride!
- Camp Jurassic
- Caro-Seuss-el
- Jurassic Park Discovery Center
- If I Ran The Zoo
- Me Ship, The Olive
- Oh! The Stories You'll Hear!

Freitag, 12. Juli 2013

Key West

Key West: Ganz idyllisch, oder doch das Party-Mekka? Beides! Tagsüber ist Key West in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe - die reinste Idylle, aber sobald es eindunkelt ändert sich das genau so schnell, wie die Sonne untergeht. Somit ist Key West für Badeferien geeignet, sowie auch für Kurztrips oder eben Partytrips. Für die letzteren würde ich aber empfehlen während des Spring Break's zu gehen, denn dann ist die Hölle los.


Southernmost Point Key West, FL
Wenn ihr schon in Florida seid, dann macht unbedingt noch einen Abstecher an den südlichsten Punkt vom Amerikanischen Festland - Key West. Wobei es ja eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Da die Key's ja alles Inseln sind, ist es nicht mehr Festland und die südlichste Insel, bzw. Inselgruppe und sogar noch ein eigener Staat der USA ist natürlich...? Hawaii, genau! Aber gemeint wird ja eigentlich, dass der southernmost point der südlichste Punkt der amerikanischen Staaten, die zum Festland gehören. Und trotzdem frage ich mich schon ein bisschen, was sie sich wohl dabei gedacht haben den "southernmost point" überhaupt aufzustellen? Und zu dem ganzen ist es nicht mal der südlichste Punkt von Key West, aber "nur" wegen ca. 150 Metern, somit kann man ihnen das zumindest nicht verübeln. Das glaubst ihr nicht? Dann schauts euch doch mal auf Google Maps an - ich mach doch hier keine Witze! Oder vielleicht doch? Neeein, natürlich nicht. Und trotzdem will jeder ein Foto von sich und dem southernmost point machen, ist doch echt abartig. Ok, so abartig ist es vielleicht nicht, aber wenn man eben eine halbe Stunde dafür anstehen muss eben schon.


Duval Street Key West, FL
Duval Street ist die Hauptader, der touristische Höhepunkt, oder wie man auch immer sagen will. Hier ist der Kontrast zwischen Tag und Nacht wirklich extreeeeem! Solange die Sonne scheint ist die Duval unscheinbar, süss und gemütlich. Einige kleine Läden, einige gemütliche, schön dekorierte Restaurants - die reinste Idylle. Aaaaaber wenn die Sonne untergeht, dann wird es doch ganz schön laut und die Leute sammeln sich immer mehr und mehr. Die Bars füllen sich, die Leute toben. Aber eigentlich konzentriert sich das vorallem im Norden der Duval St, im Süden ist es trotzdem eher ruhig.


Hafen Key West, FL
Der Hafen von Key West, nein, nicht der Kreuzfahrtshafen, ich meine den Yachthafen von Key West, der lässt sich echt sehen. Auf dem Boardwalk kann man wunderschön rund herum laufen, um all die Hafen-Restaurants, um all die Yachten, die sich hier tummeln. Natürlich hat es hier auch immer so einige Leute, wobei das aber überhaupt nicht störend ist.

Was gibts noch? Das Lighthouse, bzw. den Leuchtturm von Key West, Museum inklusive. Der Leuchtturm sieht natürlich echt cool aus, aber mit Museen kann man mich nicht begeistern. Und gleich nebenan das Haus von Ernest Hemingway - einer der erfolgreichsten und bekanntesten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Miami Beach

Miami Beach, hier ist für jeden was dabei! Auf unserem Florida Roadtrip waren wir zwei mal in Miami Beach, als zweite und schlussendlich noch als letzt Station, da es uns so gut gefallen hat. Shopping, Badeferien, gemütliche Atmosphäre, in Miami findest du das alles. Und natürlich auch für die "Ausgang-Freaks" ist Miami Beach ein Muss.


Dolphin Mall, Miami
Shopping in Miami ist für uns einach ein Muss. Die beliebten Amerikanischen Marken erhält man in den USA bekanntlich "saugünstig". Und so habe ich zum Beispiel so ganz einfach die Flugkosten herausgeschlagen mit dem während des shoppens ersparten Geld (im Vergleich zu den schweizer Preisen). Wohl verstanden, als MANN! Und nein, nein, ich bin kein Shoppingsüchtiger, echt nicht! Wenn mich in der Schweiz z.B. ein DC T-Shirt ca. CHF 60.- kostet, dann erhält man die in den ganzen Shopping-Centren, bzw. Mall's für 10-15$! Echt heftig! Also wirklich nicht vergessen zu shoppen ;).
Eine grosse Mall in Miami ist die Dolphin Mall, sollte man wirklich besuchen. Und wenn man schon da ist, dann besucht die Miami International Mall doch auch gleich, das ist nämlich gleich nebenan, ohne Witz! Leider war diese auf Grund von Renovationen geschlossen, aber mittlerweilen ist sie bestimmt wieder offen. Und ansonsten könnt ihr immernoch kurz nach Ft. Lauderdale fahren in die Sawgrass Mills, die grösste Outlet-Mall von Florida!


Lincoln Road Mall, Miami Beach
Gemütlich shoppen kann man aber natürlich auch auf der Lincoln Road in Miami Beach, das nennt sich zwar Lincoln Road Mall, allerdings ist es einfach eine Shopping-Strasse und das mit reiner Fussgängerzone. Das sah ich bis jetzt in Florida noch nirgends, Fussgängerzone ist doch für AMIS ein Fremdwort? Die fahren ja überall hin mit dem Auto, nicht? Auf jeden Fall kann man auf der Lincoln Rd gemütlich was trinken, gemütlich essen oder eben gemütlich shoppen. Und auch Smoothies gibts ;)

Espanola Way, hier gehts gleich gemütlich weiter. Drei Blocks lang ein Mexikanisch-Spanisches Flair. Ja, seht es euch selber an, es ist ein echter Geheimtipp! Sieht mega süss aus und ich weiss auch nicht... es ist ein echt schöner Kontrast zum Amerikanischen "bigger is better".


Ocean Drive, Miami Beach
Ocean Drive, die Strasse direkt am Strand von Miami Beach. Ein bisschen überloffen von Touristen, aber ich finds schön und schliesslich ist das DIE Strasse von Miami Beach. Hotel an Hotel und Restaurant an Restaurant. Hier geht manchmal ganz schön die Post ab. Und die Strasse selber ist abends immer vollgestopft mit Autos. Autos, die die Besitzer gerne zeigen wollen und fahren so auch einige Male im Kreis um den Block - und das im Stau! Witzig ists auf jeden Fall!

Ausgangfreaks, ihr findet bestimmt genügend Clubs in Miami Beach, bzw. South Beach. Der bekannteste und wohl angesagteste ist "Nikki Beach", direkt am Strand. Der Eintritt kostet allerdings auch ca. 25$, wenn ich es noch recht im Kopf habe.